Während eines langen Statuscalls kritzelte eine Kollegin unauffällige Muster am Rand. Später konnte sie mehr Details korrekt wiedergeben als sonst, darunter kleine Zahlen und Ausnahmen. Sie berichtete, dass die Linien ein ruhiger Takt waren, der Monotonie zerstreute. Seitdem nutzt sie bewusst einfache Formen, um präsent zu bleiben, und markiert wichtige Aussagen mit einer kräftigen Linie für spätere Nacharbeit.
Ein Student kombinierte Schlüsselbegriffe mit kleinen Symbolen, etwa Zahnrädern für Prozesse. In Prüfungen fand er den Zugang schneller, weil Bilder und Worte gemeinsam abrufbar waren. Er betonte, dass es nicht um Kunst ging, sondern um Wiederfindbarkeit. Kommilitoninnen übernahmen die Methode, gestalteten sie nach eigenem Stil und berichteten von klareren Notizen, weniger Stress und gezielteren Fragen im Seminar.
Bei der Auswahl eines Projektwegs zeichnete ein Team drei Optionen nebeneinander, listete Risiken als Totenköpfe, Chancen als Sterne und Abhängigkeiten als Ketten. Das lockere Bild nahm dem Gespräch Schärfe. Statt Positionen zu verteidigen, prüften alle Annahmen. Am Ende stand ein kleiner, reversibler Test. Die Skizze blieb als Bezugspunkt bestehen und half, Lerngewinne transparent zu machen.